Checkliste zum Einbau einer Überfall- und Einbruchmeldeanlage

  • Lassen Sie sich über den Aufbau einer Überfallmeldeanlage (ÜMA)/Einbruchmeldeanlage (EMA) und die an diese zu stellenden Anforderungen durch Fachleute, zum Beispiel durch (Kriminal-)Polizeiliche Fachberater, individuell und eingehend beraten.
  • Bestimmen Sie die für Ihr Objekt am besten geeignete Überwachungsart:
    • Außenhautüberwachung, bei der alle sicherungsrelevanten Öffnungen, wie Türen und Fenster, in der Außenhaut des zu schützenden Objektes überwacht werden.
    • Fallenüberwachung, bei der vorwiegend die Bereiche überwacht werden, die ein Täter mit großer Wahrscheinlichkeit betreten wird. Oder eine Kombination aus beiden Überwachungsarten.
  • Die Planung und Installation einer ÜMA/EMA sollte möglichst so erfolgen, dass bei einem Einbruchversuch die Alarmauslösung bereits erfolgt, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben.
  • Die EMA ist so zu planen und zu installieren, dass sie nur scharf geschaltet werden kann, wenn sie in allen Teilen funktionsfähig ist (Teil der Zwangsläufigkeit).
  • Achten Sie bei der Planung zur Vermeidung von Falschalarmen darauf, dass der durch die EMA überwachte Bereich erst nach Unscharfschaltung betreten werden kann (zum Beispiel durch Verwendung von Scharfschalteinrichtungen mit zusätzlicher Verriegelung der Türen). Der Fachmann spricht hierbei von der Einhaltung der so genannten „Zwangsläufigkeit“.
  • Wählen Sie die für Ihr Objekt am besten geeignete Alarmierungsart. Möglich sind unter anderem ein Externalarm über Signalgeber (Blinkleuchte und Sirene) mit einer Alarmweiterleitung an einen Hilfeleistenden.
  • Lassen Sie sich vom Errichterunternehmen eine Sicherungskonzeption erstellen.
  • Lassen Sie sich vor der Auftragsvergabe bestätigen, dass Planung, Geräteauswahl, Installation und Instandhaltung von ÜMA/EMA unter Einhaltung der einschlägigen Normen/Bestimmungen/ Regelwerke/Richtlinien, insbesondere der Normenreihen DIN EN 50130, 50131, 50136 und der DIN VDE 0833, Teile 1 und 3, in der jeweils neuesten veröffentlichten Fassung erfolgt. In diesen Normen/Regelwerken werden ÜMA/EMA je nach Qualität in verschiedene Grade eingeteilt. Die Polizei empfiehlt jedoch nur die Grade 2, 3 und 4. Der Grad 1 liegt unterhalb der polizeilichen Anforderungen und wird aus diesen Gründen nicht empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass ausschließlich Geräte eingesetzt werden, die von einer nach DIN EN 45011 akkreditierten Prüf-/Zertifizierungsstelle (zum Beispiel vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, Bonn, oder von der VdS Schadenverhütung GmbH, Köln) geprüft bzw. zertifiziert sind und eine entsprechende Prüfnummer besitzen, so dass deren Tauglichkeit nachgewiesen ist.
  • Vereinbaren Sie, dass Ihnen nach Abschluss der Installationsmaßnahmen detaillierte Verlege-, Verdrahtungs-, Anschluss- und Verteilerpläne übergeben werden, damit eine ordnungsgemäße und zeitsparende Ausführung von Wartungen gewährleistet ist.
  • Beachten Sie, dass das Errichterunternehmen Sie ausführlich in die Bedienung Ihrer ÜMA/EMA einweisen muss. Zudem muss eine ausführliche Bedienungsanleitung übergeben werden.
  • Stellen Sie sicher, dass die ÜMA/EMA in regelmäßigen Abständen von einem qualifizierten Unternehmen gewartet bzw. in Stand gehalten wird. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die bestimmungsgemäße und zuverlässige Funktion.
  • Art und Umfang der ÜMA/EMA sowie deren Sabotagesicherheit gegen Überwindungsversuche müssen dem zugrunde gelegten Gefährdungsgrad entsprechen.

Quellenangabe:

Programm Polizeiliche Kriminalprävention

 

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