Einbruchschutz durch Alarmanlagen

 

Unter den Begriff „Alarmanlagen“ fallen sowohl Gefahrenmeldeanlagen als auch Gefahrenwarnanlagen. 

Gefahrenwarnanlagen
Bei Gefahrenwarnanlagen handelt es sich z. B. um Gasmelder oder Wasserstandsmelder und somit um Systeme oder Geräte, die vor einer entstehenden oder bestehenden Gefahr warnen.

Gefahrenmeldeanlagen
Wenn es um Einbruchschutz geht, dann stehen Einbruchmeldeanlagen (EMA) an erster Stelle.
Wie der Name bereits nahe legt, verhindern diese Alarmanlagen als solche Einbrüche nicht, sondern melden sie lediglich.
Allerdings können sie auf den Einbrecher abschreckend wirken, da durch ihre Meldewirkung das Entdeckungsrisiko für den Täter erhöht wird.

Basis: Mechanischer Einbruchschutz
Daher empfiehlt die Polizei für private Häuser und Wohnungen, Einbruchmeldeanlagen immer in Kombination mit mechanischem Einbruchschutz bei Fenstern und Türen zu verwenden.
Dabei sollte es sich grundsätzlich um eine Einbruchmeldeanlage handeln, die auch einen Überfallalarm auslösen kann.

Quelle: Somfy

Für den richtigen Einbruchschutz die richtige Alarmanlage

Einbruchmeldeanlagen gibt es in verschiedenen Klassen – eingeteilt in unterschiedliche Grade. Diese Einteilung richtet sich nach der Höhe des Einbruchrisikos.
Daneben kann man verschiedene Typen von Einbruchmeldeanlagen unterscheiden, die insbesondere nach der Art der Nutzung, den örtlichen Gegebenheiten und Umweltfaktoren differenziert werden.

Achten Sie bei der Auswahl einer Einbruchmeldeanlage darauf, dass 

  • es sich um eine geprüfte Einbruchmeldeanlage handelt, auch wenn Sie ggf. eine Zertifizierung nicht benötigen. VDS – bzw. DIN - geprüfte System lassen sich selbstverständlich auch ohne Zertifizierung des Gesamtsystems betreiben und sind dabei auf jeden Fall funktionell und technisch auf der sicheren Seite
  • die geprüfte Einbruchmeldeanlagen den polizeilich empfohlenen Mindestsicherheitsgrad aufweisen
  • Ihr Elektrotechniker sie nach den einschlägigen Bestimmungen – insbesondere der DIN EN 50130, 50131, 50136,  DIN VDE 0830 und der DIN VDE 0833 Teile 1 und 3 – errichtet, wartet und Instand hält
  • sichergestellt ist, dass die Einbruchmeldeanlage eine entsprechende Stelle informiert, die Hilfe zur Verfügung stellen kann. Dabei muß dies nicht zwingend ein professioneller Wachdienst sein, auch Alarmierungen auf z.Bsp. einen Pförtner oder im privaten Bereich auf das eigene Handy oder den Nachbarn sind dabei denkbar.

Der richtige Grad für Ihren Einbruchschutz

Je nach Einbruch-Risiko unterscheiden die Normen vier Grade bei Einbruchmeldeanlagen. Je höher der Grad desto höher die Anforderungen an die Einbruchmeldeanlage.

Empfehlung: Grad-2-Einbruchmeldeanlagen
Für „normale“ Häuser und Wohnungen empfiehlt die Polizei Einbruchmeldeanlagen mit Grad 2 (= Klasse A). Diese Einbruchmeldeanlagen sind auf den Schutz von Personen und kleineren Wohnobjekten ausgerichtet.

Bitte beachten Sie: Einbruchmeldeanlagen mit Grad 1 liegen unterhalb der polizeilichen Anforderungen – sie werden nicht von der Polizei empfohlen.

Einbruchmeldeanlagen mit Grad 3 (= Klasse B) oder Grad 4 (= Klasse C) finden ihren Einsatz insbesondere, wenn Personen, Wohnobjekte, Gewerbeobjekte oder öffentliche Einrichtungen mit ggf. hoher Gefährdung geschützt werden sollen.

Der richtige Typ für Ihren Einbruchschutz

Es gibt die unterschiedlichsten Arten geprüfter Einbruchmeldeanlagen mit Grad 2. Dies liegt daran, dass je nach Ort, Nutzung oder auch Umwelteinfluss unterschiedliche Anforderungen an die Einbruchmeldeanlage gestellt werden.

Einbruchmeldeanlagen können z. B. Fenster und Türen überwachen – dann bieten sich u. a. an:

  • Öffnungsmelder
  • Verschlussmelder
  • Durchbruchmelder

Daneben kann man von einer Einbruchmeldeanlage auch Räume überwachen lassen, z. B. durch:

  • Bewegungsmelder
  • Infrarotschranken
  • Lichtschranken

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Sicherung von Wänden z. B. durch:

  • Alarmdrahttapeten
  • Körperschallmelder

Der Markt ist vielfältig und bietet auch einige qualitativ minderwertige Meldeanlagen an – die gerne auf alltägliche Umwelteinflüsse reagieren und damit oft Falschalarme produzieren. Hier ist die qualifizierte Beratung durch einen Fachmann und, wie bereits oben beschrieben, der Einsatz geprüfter und zugelassener Anlagen wichtig.

 

Quellenangabe:

Ungebetene Gäste, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes,www.einbruchschutz.polizei-beratung.de, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

 

 

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